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ZDF-Doku beleuchtet letzte Geheimnisse des Zweiten Weltkriegs

„Geheimste Unterwelten der SS - Hans Kammlers Schattenreich“ im Weltvertrieb bei ZDF Enterprises

Mainz, 25.09.2019

Historisch-investigative Recherchen des ZDF haben Dokumente zu Tage gefördert, die eines der letzten Geheimnisse des Zweiten Weltkriegs aufdecken – den Verbleib von SS-General Hans Kammler.

Hitlers Geheimwaffenchef war in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs eine der führenden Figuren der NS-Hierarchie und fast so mächtig wie Reichsführer SS Himmler und Rüstungsminister Speer. Kammler organisierte nicht nur den Bau so genannter „Wunderwaffen“ unter Tage, sondern war auch zuständig für die Sicherung moderner Technologien, von Akten, Dokumenten und NS-Raubgut in geheimen Stollen. Er hatte auch maßgeblichen Einfluss auf die Errichtung von Konzentrations- und Vernichtungslagern sowie den systematischen Arbeitseinsatz von KZ-Häftlingen, der Zehntausdende Opfer forderte.

Kammler wurde 1948 von einem deutschen Gericht für tot erklärt. Angeblich beging der SS-General am 9. Mai 1945 Selbstmord. Doch neueste Dokumenten-Funde und weitere Quellen stellen die amtliche Version in Frage. Sie legen nahe, dass der SS-General den Krieg überlebte und wegen seines Wissens über die geheimen deutschen Rüstungsprojekte nach Amerika gebracht wurde, auch um zu verhindern, dass er in sowjetische Hände fällt.

Ein auf den 30. Mai 1945 datiertes Dokument des Geheimdienstes der US-Luftwaffe listet eine Reihe hochrangiger deutscher Kriegsgefangener auf, die zum Verhör zur Verfügung stehen: neben Albert Speer und Hermann Göring auch Hans Kammler – drei Wochen nach dessen angeblichem Tod. Im November 1945 ordnete der Geheimdienstchef der U.S.-Luftstreitkräfte in Europa an, Kammler aufgrund seines Wissens über die wichtigsten bombensicheren unterirdischen Rüstungsanlagen zu vernehmen, da Erkenntnisse darüber für künftige mit Raketen und Atombomben geführten Kriege von Bedeutung sein könnten.

Weitere Dokumente belegen die weitreichenden Zuständigkeiten des SS-Generals bei Geheimprojekten: Raketen, Atomenergie und Düsenflugzeuge. Zudem kontrollierte er ein Netz wichtiger Rüstungsstandorte und Forschungseinrichtungen.

Auch im österreichischen Alpenraum nahe Linz entstanden unter Kammlers Aufsicht unterirdische Waffenfabriken. Neuere Recherchen sprechen dafür, dass die Bauten bei St. Georgen an der Gusen entgegen bisheriger Annahmen bis zu 40 Kilometern Stollen umfassten. Dokumente verorten hier einen Teil der sogenannten Alpenfestung. Doch handelte es sich offenbar nicht um die vor Kriegsende kursierende Vorstellung von einem waffenstarrenden Bollwerk in den Bergen, sondern um unterirdische Anlagen. Auf wie vielen Ebenen wurden hier Rüstungsgüter hergestellt? Welche geheimen Projekte wurden hier vorangetrieben? Fanden hier auch Forschung und Entwicklung von besonders vernichtenden Waffen statt, worauf Aussagen von Zeitzeugen und weitere Indizien hindeuten?

Es gibt auch Hinweise auf ein Konzentrationslager unter Tage, wo tausende Häftlinge unter schlimmsten Bedingungen einquartiert waren. Die Zeugen der geheimen Rüstung sollten laut einem Befehl Heinrich Himmlers nicht überleben.

Der Fall Kammler ist brisant: Der SS-General und promovierte Architekt war ein "Technokrat des Todes", nicht nur die Herstellung so genannter „Vergeltungswaffen“ trieb er voran, sondern auch die Planung und den Bau von Konzentrationslagern und den mörderischen Einsatz ihrer Häftlinge für die Rüstung. Er wurde als Kriegsverbrecher bei den Nürnberger Prozessen offenbar nur deshalb nicht zur Verantwortung gezogen, weil er einer Siegermacht als Wissensträger dienen konnte.

Die Dokumentation „Geheimste Unterwelten der SS - Hans Kammlers Schattenreich“, in der renommierte Historiker und weitere Experten zu den neuen Quellenfunden Stellung nehmen, kommt  Ende des Jahres auf den Markt. Autoren der Pro Omnia Film Produktion sind Andreas Sulzer und Stefan Brauburger, der Weltvertrieb liegt bei ZDF Enterprises.

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